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Intrauterine Insemination

Bei der Intrauterinen Insemination findet die Befruchtung im Gegensatz zur In-vitro-Fertilisation im Körper der Mutter statt.
Bei der Intrauterinen Insemination (IUI) unterscheiden wir zwei Arten: die homologe und die donogene Insemination.

Homologe Insemination

Bei der homologen (oder künstlichen) Insemination wird die Intrauterine Insemination mit den Samenzellen des Partners durchgeführt. Im Gegensatz zur IVF erfolgt die Befruchtung bei diesem Verfahren also im Körper der Mutter und nicht im Labor. Indikationen für eine Insemination sind leichte bis mittelmäßige Störungen der Qualität der Samenzelle.

Zum Zeitpunkt des Eisprungs bei der Frau entnehmen wir beim Mann im Labor Samenzellen, wo diese dann bearbeitet werden können. Diesen Arbeitsschritt nennen wir Kapazitation. Dabei werden die gut beweglichen Samenzellen isoliert und konzentriert. Im Anschluss gibt man die Samenzellen in eine Flüssigkeit mit vielen Nährstoffen, so dass sie „aktiviert" werden. Die konzentrierten und aktivierten Samenzellen werden dann schließlich mit einem kleinen Katheter über die Scheide in die Gebärmutter der Frau eingeführt.

Klassischerweise wird bei dieser Gelegenheit auch eine leichte Stimulation bei der Frau durchgeführt, um auf diese Weise zum Zeitpunkt der Insemination eine perfekte Eizelle zu haben. Bei der Stimulation wird der Eisprung eingeleitet mit Pregnyl®. Bei der Verwendung dieses Mittels wissen wir, dass der Eisprung sicher 37 bis 40 Stunden später stattfinden wird. Dadurch können wir den idealen Moment der optimalen Fruchtbarkeit feststellen und genau dann die Samenzellen einführen. Diese Stimulation erhöht die Aussicht auf eine effektive Befruchtung natürlich erheblich.

Donogene Insemination

Bei der donogenen Insemination arbeitet man mit den Zellen eines anonymen oder bekannten Samenspenders. Im Gegensatz zur homologen Insemination werden hierbei also keine Samenzellen vom Partner verwendet.

Diese Technik wird (logischerweise) dann angewandt, wenn alleinstehende Frauen oder lesbische Paare einen Kinderwunsch haben. Allerdings wird sie auch dann benutzt, wenn bei heterosexuellen Paaren beim Mann die Samenzellen vollständig fehlen (sogenannte Azoospermie). Solch eine Azoospermie kann z.B. durch eine Chromosomenstörung angeboren oder später erworben sein, wie z.B. bei dem nicht erfolgten Hodenabstieg, bei Entzündungsprozessen des Hodens oder durch die Sterilisation des Mannes.

Was die Samenspender angeht folgen wir einem sehr strikten Screeningverfahren. Natürlich untersuchen wir jeden auf Infektionskrankheiten (Hepatitis B, Hepatitis C, HIV, Syphilis, Chlamydiose, etc.), aber auch auf genetische und/oder familiäre Erkrankungen. Darüber hinaus testen wir die Samenzellen wie sie sich einfrieren lassen und ob sie das Einfrieren und Auftauen überleben, wonach sie dann auch effektiv für eine Quarantänezeit eingefroren werden. Erst wenn der Spender diese Schritte absolviert hat und alle Kriterien erfüllt werden, wird er als Samenspender für die Gewebebank akzeptiert und werden die Samenzellen in der Gewebebank eingefroren.

Das AZ Jan Palfijn verfügt über eine eigene Belgische Samenbank.